Ginger Baker

* 19.08.1939 in Lewisham - London
† 06.10.2019
Erstellt von
Angelegt am 06.10.2019
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Gedenkkerze

Wolfgang Potthast

Entzündet am 22.07.2020 um 07:38 Uhr

Driving in my car,

smoking my cigar

the only time I'm happy is when I play my guitar

N.S.U. 1968

Gedenkkerze

Herbert Brummer

Entzündet am 23.02.2020 um 09:04 Uhr

Cream lebt ewig weiter.

Grüße Jack Bruce

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Lothar Geisler

Entzündet am 12.12.2019 um 22:26 Uhr

Einer der besten Drummer seiner Zeit. Ich bin tief traurig. 

Gedenkkerze

Friedrich Steiner

Entzündet am 16.10.2019 um 20:16 Uhr

Das Spiel von Ginger Baker lebt weiter. Danke für die Kunstwerke. RCIP.

Biografie

06.10.2019 um 19:32 Uhr von Redaktion

Baker, der ursprünglich Klavier und Trompete spielte, war ab 1956 als Schlagzeuger bei Bob Wallis and The Storyville Jazz Band (mit der erste Aufnahmen entstanden). 1957 wechselte er zu Mr. Acker Bilk, dann zu Terry Lightfoot (mit dem 1958 das Album Tradition In Colour entstand) und nahm Unterricht bei Phil Seamen.

 

Ende der 1950er Jahre lernte er Dick Heckstall-Smith und Alexis Korner kennen. 1962 ersetzte er den Schlagzeuger Charlie Watts in Alexis Korners Blues Incorporated. Dort traf er auf Jack Bruce, Dick Heckstall-Smith und Graham Bond, mit denen er nur kurze Zeit später die Graham Bond Organization gründete. Baker nahm mit dieser Formation zwei Langspielplatten auf und tourte intensiv durch Großbritannien. Er gestaltete außerdem die Plattencover und kümmerte sich um das Finanzielle. 1966 entstand auf seine Initiative hin die Gruppe Cream mit Eric Clapton an der Gitarre und Jack Bruce am Bass. In dieser Dreier-Formation, die in den späten 1960er Jahren als Supergroup galt, spielten erstmals in der Popgeschichte alle beteiligten Instrumente – Gitarre, Bass, Schlagzeug – gleichberechtigt nebeneinander und auch bis dahin in der Popmusik nicht gekannte ausgedehnte Improvisationen.

 

Nach der Auflösung von Cream spielte Baker mit Eric Clapton, Steve Winwood und Ric Grech in der Gruppe Blind Faith, die sich jedoch im September 1969 nach der Veröffentlichung des Albums Blind Faith und einer anschließenden, sehr erfolgreichen Tournee wieder auflöste.

 

1970 hatte Baker seine eigene Gruppe Ginger Baker’s Air Force, die jedoch im Frühjahr 1971 schon wieder aufgelöst wurde. Mitglieder waren u. a. Phil Seamen, Steve Winwood (org, voc), Graham Bond (org), Ric Grech (bg, vi), Denny Laine und Chris Wood. Mit dieser offenen Formation mit zwei Schlagzeugern und einem Perkussionisten wandte sich Baker afrikanischen Einflüssen zu und verlegte auch seinen Wohnsitz nach Nigeria. Der Einfluss seiner engen Zusammenarbeit mit Fela Kuti und die Auseinandersetzung mit afrikanischen, aber auch arabischen Harmonien und Rhythmen wird auf späteren Alben wie Middle Passage hörbar.

 

Nach seiner Air Force arbeitete er mit den Brüdern Paul und Adrian Gurvitz zusammen. Mit der Baker Gurvitz Army entstanden drei Alben. In den Jahren darauf folgten diverse Jazzeinspielungen.

 

1980 gehörte Baker kurzzeitig zur Band Hawkwind, die er aber nach dem Album Levitation bereits wieder verließ.

 

1990 trat Baker in die Rockgruppe Masters of Reality ein und spielte mit Chris Goss und Googe das Album Sunrise on the Sufferbus ein. 1993 verließ er die Masters, als sie im Vorprogramm der Rockgruppe Alice in Chains auftraten, und widmete sich wieder dem Polosport und seiner Pferdezucht. Er tourte und nahm CDs auf mit dem Bassisten Jonas Hellborg und veröffentlichte ein Album mit dem All-Star-Powertrio BBM mit Jack Bruce und Gary Moore.

 

Im Mai 2005 kam es in der Londoner Royal Albert Hall zu dem lang ersehnten Wiederauftritt der Formation Cream, die ihr früheres Repertoire in Originalbesetzung präsentierte. Die Konzertreihe wurde für eine CD- und DVD-Veröffentlichung ausgewertet.

 

2011 ging er nach vielen Jahren wieder mit dem Bassisten Jonas Hellborg auf Tournee.

 

2012 kam der US-Kinofilm Beware of Mr. Baker heraus, eine Biografie des US-Regisseurs Jay Bulger über das bewegte Leben von Ginger Baker. Der 92-minütige Dokumentarfilm kam Ende 2013 über den Verleih NFP auch in die deutschen Filmkunstkinos. 2014 ging der Schlagzeuger mit seiner Band Ginger Baker’s Jazz Confusion auf Tour.

 

Ginger Baker starb im Oktober 2019 im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus in Südostengland.

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